Vereinsgeschichte

Die im Oktober 1993 gegründete „Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg e. V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit dem Erhalt und der Geschichte des Fort Hahneberg am westlichen Rand von Berlin beschäftigt. Unsere Arbeit dient damit der Erhaltung dieses im November 1991 in die Berliner Denkmalliste aufgenommenen Festungsbauwerkes.

Eine weitere, wichtige Aufgabe ist es, das Fort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschieht hauptsächlich durch Führungen, Veranstaltungen und Feste. Unser absolutes Highlight sind zurzeit die von uns gestalteten Kindergeburtstage. Wegen des besonderen Status des Fort Hahneberg als Naturschutzgebiet ebenso wie als Baudenkmal werden alle Entwicklungen mit dem Bezirksamt Spandau abgestimmt.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass diese Veranstaltungen gefahrlos durchgeführt werden können, unseren Besuchern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu sorgen. Da wir noch nicht genügend Mitglieder haben, um alle Möglichkeiten, die der Ort bietet umzusetzen, müssen einige Aktivitäten leider noch unterbleiben. Insbesondere die Führungen zu Schwerpunktthemen wie Natur, Bautechnik und Feldermäusen benötigen viel Vorlauf und Wissen. Wir suchen daher immer weitere engagierte und interessierte Mitglieder.

Kurz möchten wir hier darstellen, was wir in den letzten Jahren geleistet haben, und vielleicht regt es Sie an uns zu unterstützen:

Der Hauptentwässerungsschacht des Forts wurde bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Das führte dann dazu, dass wir begannen, das gesamte Entwässerungssystem des Forts zu erforschen. Während der Nutzung des Forts durch die Wehrmacht waren wesentliche Teile umgebaut und teilweise stillgelegt worden. Weitere Bauteile wurden bei den Abrissarbeiten der Nachkriegsjahre beschädigt oder verschüttet.

Die Pionier- und Ingenieursräume wurden wieder mit dem originalgetreuen Fußboden versehen und die vorhandenen Fenster verglast. Die zur Nutzung dieser Räume nötigen Türen konnten mittlerweile ebenfalls eingebaut werden. Auch die Pulverkammern erhielten wieder dem Original entsprechende Belüftungsklappen.

Die in den 1930er Jahren von der Wehrmacht ausgebaute Klappbrücke wurde von Vereinsmitgliedern nach Originalunterlagen neu gebaut, die dazugehörigen Gräben freigelegt und die Brücke wieder eingebaut. Es dürfte sich hier um eine der wenigen oder gar die einzige voll funktionstüchtige Komplettrekonstruktion einer Klappbrücke in einem deutschen Fort handeln.

Unser Mitglied Peter Höbig führte die Schatzsuche für Kinder ein und baute sie mit Hilfe anderer Vereinsmitglieder zu einer unserer beliebtesten Veranstaltungen aus.

Die Forschung über die Geschichte des Forts wird von einigen Vereinsmitgliedern fortgeführt und führte zu interessanten, neuen Erkenntnissen. Wir sammeln historische Aufnahmen von Soldaten die hier ausgebildet wurden, Plakate alter Veranstaltungen und haben mittlerweile auch einen historischen Film entdeckt, für den das Fort als Kulisse herhielt. Dass sich diese neuen Informationen in den Erklärungen bei unseren Führungen wiederfinden, ist selbstverständlich.

Es wurden von unseren Mitgliedern einige interessante Modelle gebaut, die es unseren Besuchern ermöglichen, sich Details besser zu veranschaulichen. Auch hier wäre noch viel Arbeit zu verrichten, die wir aus Mangel an Mitstreitern nicht verwirklichen können.

Bei unseren Bau- und Schachtarbeiten fanden wir immer wieder bauliche Reste oder Metallteile, die wir für unser Museum sammeln. Diese Fundstücke müssen gesäubert, zugeordnet und manchmal auch restauriert werden. Wir arbeiten außerdem daran eine dauerhafte Ausstellung aufzubauen.

Einen großen Teil unserer Arbeit nimmt die Sicherung der Zaunanlage rund um das Fort ein. Dabei sichern wir das Gelände gegen unbefugtes Betreten und arbeiten aber auch dem Tierschutz zu. Bisher ist der gesamte Zaun durch mehrere Rollen Klingendraht gesichert. Damit Rotwild und Kleintiere in das Gelände des Forts gelangen können, entfernten wir mehrere hundert Meter des Drahtes.

Bitte beachten Sie, dass diese Aufzählung nur einen kleinen, besonders herausragenden Teil, unserer Arbeit wiedergibt. Die Durchführung von Veranstaltungen, die regelmäßigen Führungen oder auch nur Reinigungsarbeiten sind hier unerwähnt, weil sie für uns schon zum Alltag gehören.

Die Arbeit des Vereins wird seit dem Diebstahl des Stromkabels im Oktober 2007 sehr stark behindert. Jede Beleuchtung oder zum Teil auch Bauarbeiten sind seitdem nur mit einem Stromaggregat möglich. Mit Unterstützung des Bezirkes und Spenden soll ein neuer fester Stromanschluss verlegt werden. Mittlerweile steht der Hausanschluß, aber ein Kabel von dort zum Fort fehlt weiter.
Unsere weiteren Projekte sind die Pflasterung der Fußböden und der Aufbau einer Dauerausstellung zur Geschichte des Forts.