Neue Ausstellung im Telegrafenraum

Ausstellung mit historischen Fotografien

Die Geschichte des Vereines und Fort Hahneberg in historischen Aufnahmen

In diesem Jahr überlagern sich das 130-jährige Bestehen der detachierten Festung Fort Hahneberg und das 25-jährige Bestehen des Vereines »Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg e.V.«, kurz »ASG«.
Aus diesem Anlass haben wir unser Angebot erweitert. Unsere Besucher haben nun neben dem Angebot von Führungen an Wochenenden und Feiertagen von April bis Oktober die Möglichkeit, kostenfrei eine Ausstellung zu besichtigen oder das rechte Glacis begehen. Beides ist während unserer Öffnungszeiten ab 13.30 Uhr bis etwa 17.30 Uhr jederzeit möglich. Mit diesen beiden neuen Angeboten können Sie auch die Wartezeit bis zur Führung überbrücken oder sich nach der Führung tiefergehend mit der Geschichte des Forts befassen.

Ausstellung mit historischen Fotografien

Ausstellung mit historischen Fotografien seit 1925 im ehemaligen Telegrafenraum, Juli 2018

Die reich bebilderte Ausstellung zeigt die aufwendigen Anfänge der im Oktober 1993 gegründeten »Arbeits- und Schutzge­meinschaft Fort Hahneberg e.V.« und das bis heute wirkende Engagement zum Erhalt der Festung und für Veranstaltungen im Fort. Anfangs bestand die Notwendigkeit, daß Bauwerk vor weiterer Zerstörung zu sichern und zu verhindern, daß unbedarfte Neugierige lebensgefährlich verunglücken.
In einem weiteren Teil der Ausstellung werden Fotografien bemerkenswerter Orte des Fort Hahneberg von 1920 bis 2010 einander gegenübergestellt. Die Veränderungen durch wandelnde Nutzung aber auch zum Erhalt der Festung werden daran deutlich.
Die Ausstellung finden Sie im ehemaligen Telegrafenraum der Kehlkaserne. Nebenbei bekommen Sie also einen Einblick in die Kehlkaserne und können sich die Kehlgrabenwehr und auch die ehemalige Küche des Forts ansehen.

Der Weg über das rechte Glacis führt durch einen Robinien- und Ahornwald zu unserem »Schluchtwald« an der rechten Schultergrabenwehr. Mit einer weit über den acht Meter tiefen Graben ragenden Aussichtsplattform haben unsere Besucher einen freien Blick in den Bereich des Forts, den die Natur sich zurückerobert.

Aussichtsplattform an der rechten Schulter

Die Aussichtsplattform an der rechten Schulter, 2007

Im Laufe der Jahre hat sich durch Hangrutschen eine Ähnlichkeit mit Waldschluchten entwickelt, die offenen Gewölbe der äußeren Grabenwand bilden Höhlen. Entlang des Weges stehen Tafeln, die über die Entwicklung und die Besonderheiten der Natur in diesem Bereich mit Grafiken und Texten informieren.

Das Besondere des im Ortsteil Staaken des Berliner Bezirkes Spandau gelegenen Forts ergibt sich aus dem Zusammenwirken zweier Schutzgüter: im Februar 1990 wurde das Fort als Baudenkmal unter Schutz gestellt und im Juli 2009 sein Gelände zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen zum Flora-Fauna-Habitat erklärt. Beides wird durch unser neues Angebot anschaulich.
Im Spannungsfeld von Natur- und Denkmalschutz engagieren sich aktuell über 60 Mit­glie­der. Die ASG bietet Veranstaltungen von Konzerten bis zu historischen Festungsmanövern, Führungen durch das Fledermausquartier und zur Spandauer Festungsgeschichte an.

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