In Gedenken an Walter Brühe

 

Am 12. Juni 2019 ist Walter Brühe (*19.11.1922), ein Mitbegründer der Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg gestorben. Wenn von den Mitgliedern unseres Vereines jemand das Fort Hahneberg als »seines« betrachten konnte, dann Walter. Er wurde als Sohn des Fortwärters Wilhelm und seiner Frau Frieda Brühe im Fort geboren.

Erst allein, später mit seinem jüngeren Bruder, erkundete er die Festung. Im Obergeschoß des rechten Flügel der Kehlkaserne lag die erste Wohnung, zuletzt kam die Familie im Obergeschoß einer Baracke im rechten Hof unter. Auf dem Kehltambour stand der »Sommersitz« der Familie, eine Laube mit Blick auf den Hohlweg, von der heute noch ein großer Fliederstrauch zeugt.

Walter Brühe erlebte mit 25 Jahren, wie das Fort zum Steinbruch und teilweise gesprengt wurde und dann im Grenzstreifen liegend unzugänglich war. Mit 67 Jahren war es ihm wieder möglich, Zutritt in den Ort seiner Kindheit zu bekommen Es war ihm bis zuletzt ein Herzensanliegen, das Fort Hahneberg zu erhalten. Als Gründungsmitglied des Vereines war er bis in das letzte Jahr mit uns aktiv. Sein Blick auf das Fort und seine bildhaften Beschreibungen der Vergangenheit werden uns fehlen.

Walter Brühe

Walter Brühe bei einem Arbeitseinsatz im Fort Hahneberg, August 2015.

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